Karlstadt – Bürgerbeteiligung Entwicklung Südstadt

Die Kreisstadt Karlstadt plant die Entwicklung ihrer Südstadt, deren Gesamtfläche größer ist als die der historischen Altstadt. Neue Nutzungen müssen in vorhandene Strukturen integriert, bestehende Nutzungen verlagert werden, Südstadt und Altstadt sollen sich funktional ergänzen und gegenseitig stärken.

Für eine räumlich und fachlich derart komplexe Planung ist es unerlässlich, die Perspektiven der Bürger, verschiedener Interessensgruppen, Entscheidungsträger und Projektverantwortlicher in das Planungsverfahren einzubinden. Hierzu hatte die Stadt Karlstadt das Büro GEO-PLAN mit der Moderation des Planungsverfahrens sowie mit der Konzeption und Betreuung eines transparenten Verfahrens der Bürgerbeteiligung beauftragt.

Moderation und Bürgerbeteiligung sollten dem Stadtrat Entscheidungssicherheit und der planenden Verwaltung sowie den beauftragten Planern einen Informationsstand bieten, der eine tragfähige und umsetzbare Gebietsentwicklung ermöglicht.

Projektdesign Bürgerbeteiligung

Die Moderation des Planungsprozesses sowie die Bürgerbeteiligung erfolgten in enger Kooperation mit dem Büro FPZ Zeese, Stadtplanung und Architektur, das mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für das Südstadtareal beauftragt war. In diese Machbarkeitsstudie fanden auch die Ergebnisse des Entwicklungskonzeptes Einzelhandel Eingang, das GEO-PLAN für die Stadt Karlstadt erstellt hatte.

Für die Bürgerbeteiligung wurde ein Design entworfen, dessen Schritte konsequent aufeinander aufbauten. Es bot allen Karlstadtern einen niedrigschwelligen Zugang zum Beteiligungsverfahren an und integrierte lokale Akteure sowie Gewerbetreibende. Der Stadtrat wurde durch Klausursitzungen intensiv in den Planungsprozess eingebunden.

Folgende Beteiligungsschritte wurden durchgeführt:

1. vorbereitende Ortsbegehungen mit Stadtverwaltung und Planern

2. Erörterung des Beteiligungsverfahrens in einer Stadtratsklausur

3. Drohnenbefliegung des Entwicklungsraumes

4. öffentliche Informationsveranstaltung im historischen Rathaus

5. Einrichtung und Betreuung einer online-Beteiligungsplattform

6. Themenwerkstatt mit Bürger*innen und Akteuren

7. Planungsspaziergang mit Bürger*innen durch den Entwicklungsraum

8. Abfrage der politischen Parteien des Stadtrates zu deren Entwicklungsewartungen

9. Zusammenführen der Beteiligungsergebnisse

10. Abstimmung mit den Verfassern der Machbarkeitsstudie

11. detaillierte Erörterung der Beteiligungsergebnisse in zwei Klausursitzungen des Stradtrates

Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens wurden planersich aufbereitet und in die Machbarkeitsstudie integriert.

Integrierte Stadtentwicklung vernetzt Räume, Themen und Akteure.

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